Angedacht

 

Bekenntnis ist gefragt

Matthäus 10,26-33

Die Jünger sind schon eine Weile mit Jesus unterwegs. Sie haben seine Predigten gehört und erlebt, wie er Kranke geheilt hat und viele andere Wunder vollbracht hat. Nun wendet er sich ihnen zu und bezieht sie mit ein. Er sendet sie in die Städte und Dörfer Israels. Sie sollen den Menschen verkünden, dass das Himmelreich nahe herbeigekommen ist. Und als ob das noch nicht reichen würde, sollen sie die gleichen Wunder wie er tun. Was da vor ihnen liegt, ist kein leichtes Unterfangen. Sie werden sicher nicht nur auf offene Türen stoßen. Dabei wird es ihnen ergehen wie Schafen mitten unter Wölfen. Am besten, sie lernen schon mal mit den Wölfen zu heulen.

Jesus erklärt ihnen, dass viele Gefahren auf sie warten. Aber sie können sich ganz auf ihn verlassen. Der Geist Gottes selber wird bei ihnen sein und durch sie wirken. Er wird ihnen die richtigen Worte geben. Darum brauchen sie sich nicht zu fürchten. Es lohnt sich, sich für Jesus einzusetzen, denn die wichtigste Botschaft der Welt soll alle Menschen erreichen: Der allmächtige Gott ist zu den Menschen gekommen und will der Herr im Leben eines jeden Einzelnen sein.

Wie sieht das bei uns aus? Halten wir lieber den Mund? Fühlen wir uns nicht geeignet? Fehlen uns die richtigen Worte? Natürlich können wir einiges falsch machen. Aber der größte Fehler ist wohl der, dass wir aus Angst still bleiben. Was sollen die Nachbarn von uns denken? Wie stehen wir vor den Kollegen dar? Am Ende denken sie noch, wir gehörten zu diesen seltsamen Frommen. Das wäre uns sicher unangenehm und peinlich. Niemand möchte ausgegrenzt werden.

Aber was sollen wir ihnen sagen? Dass wir regelmäßig einen Gottesdienst besuchen? Dass unser Glaube uns eine Hilfe in schweren Zeiten ist? Würden wir überhaupt zugeben, dass es in unserem Leben schwere Zeiten gibt? Wenn wir den Blick in andere Länder richten, können wir schnell feststellen, dass es Christen gibt, die sehr viel mehr erleiden und aushalten müssen, als wir hier in Deutschland. Aber wir sehen auch, dass diese Christen ihren Glauben bekennen, und dass ihre Gemeinden wachsen.

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