Angedacht

 

Nicht mit dem Haufen da

Andacht über Philipper 2, 1-8

In der Grundschule im Fach Religion sprachen die Kinder über den Himmel. Die Lehrerin fragte ihre Kinder: „Wer von euch möchte später einmal in den Himmel kommen?“ Alle Kinder streckten den Arm, nur Karl nicht. Da wandte sich die Lehrerin erstaunt an ihn: „Nun Karl, möchtest du nicht in den Himmel kommen?“ Der Junge antwortete: „Natürlich will ich in den Himmel kommen, aber nicht mit dem Haufen da!“

Der Weg zu Gott führt über Jesus und über seine Gemeinde. Nur mit diesem Haufen da gibt es einen Weg in das Leben und in die Ewigkeit. Wer sich zur Gemeinde Jesu Christi bekennt, muss sich fragen, was er zum Gelingen dieser Gemeinschaft unter den Christen beitragen kann.

Paulus lobt die Gemeinde in Philippi wie keine andere. Da taucht natürlich die Frage auf, ob wir in unseren Gemeinden all diese Dinge vorfinden, die Paulus dort sieht. Gibt es bei uns ermutigende Worte und tröstenden Zuspruch? Sind wir durch den Heiligen Geist verbunden, leben unsere Gemeinden ganz in ihm? Wie sieht das bei uns mit herzlicher Liebe und Barmherzigkeit aus?

Aber als ob das nicht schon genug wäre, nennt Paulus einige Aufgaben, an denen die Christen weiterarbeiten sollen: Liebe, Einmütigkeit, Uneigennützigkeit, Bescheidenheit.

Dieses Miteinander gehört fest zum Leben mit Jesus dazu. Solochristen gibt es nicht. In der Bibel entdecken wir, dass Gott immer wieder die Gruppe, das Volk, die Gemeinschaft als sein Gegenüber ruft und anspricht. Am anschaulichsten beschreibt Paulus das dann im Bild von der Gemeinde als Leib mit vielen Gliedern. Die Tendenz seit der Aufklärung, Glauben als Privatsache einzuordnen und ihn dann auch so zu leben, finden wir in der Bibel nicht! Unser Leben mit Jesus ist mehr als eine Gesinnungsgemeinschaft, es soll im konkreten Umgang miteinander sichtbar werden.

Hier weiterlesen...